COLOR BLINDNESS

In jPs Arbeiten sehen wir monochrome Bilder mit Bewegungslinien. Ihre Richtung läßt uns automatisch eine Perspektive einnehmen. Mal ist etwas über mir zu sehen, mal neben mir, mal blicke ich nach unten.

In „Farbblindheit“ vereinen sich Rot, Grün und Blau zu Weiß. Weiß bringt Licht ins Dunkel und erweitert den Blick. Dem Blickfang fehlt allerdings jetzt die Farbe. Doch es gibt Fehler. Es bleiben Linien und Flächen in Variationen von Grau. Sie führen jP immer wieder zu neuen Zusammenhängen, konstruieren seine Bilder durch Selektion und intuitiv auftretende Empfindungen. Wir wollen das Bild verstehen und suchen im Abstrakten Konkretes und Bekanntes.

Zufall und Absicht streiten in der Serie „Farbblindheit“ um ihre Bedeutung im Bild. Wie viel Zufall und wie viel Einflussnahme soll sein. Vage Vorstellungen konkretisieren die Einflussfaktoren des Zufalls bis der Künstler ihm dann das Feld überläßt. Und während sich das Motiv dramatisch schnell ändert, wartet er auf eine intensive Empfindung, die ihn zwingt, das eine Foto zu machen. Wir kennen die Herangehensweise aus seinen Arbeiten zu „Just Light“.

/Kaja Wegner